Einführung zur "Einführung in die Meditation"

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Grundlegendes zur "Lehre der Meditation"

Autor: 
Stephan A. Rickauer

Warum meditieren?

Meditation führt zur Entfaltung aller physischen, psychischen und geistigen Faktoren des Menschen. Meditieren lernen sollte daher jeder, der sich aktiv für die eigene Evolution und für das eigene Weiterkommen in bezug auf das Leben und dessen Sinn einsetzen will. Meditation ist nicht irgendeine Freizeitbeschäftigung, ein blosser Zeitvertreib oder die Aneignung einer besonderen Fähigkeit. Sie ist vielmehr ein Teil der ursprünglichen Lebensaufgabe des Menschen, nämlich wahre Erkenntnis des eigenen Selbst zu finden. Mit einfachen Worten gesagt bedeutet dies, dass der Mensch nur durch das Erlernen der Meditation sich selbst wirklich und vollumfänglich kennenzulernen vermag, was seine Art zu Denken und zu Fühlen, seine inneren Veranlagungen und unentdeckten Kräfte usw. mit einschliesst. Nur mit Hilfe der Meditation kann der Mensch vordringen in die feinstofflichen Bereiche seines eigenen Wesens, um dieses in Wissen und Weisheit wirklich zu erkennen.
Meditation lehrt den Menschen, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, nämlich frei von eigenen Meinungen, Ansichten und Vorurteilen. Sie lehrt den Verzicht auf die andauernde, verzehrende Dominanz des eigenen Gedankengeplappers, reinigt das Bewusstsein bis in die letzten versteckten Winkel und Ecken und schafft somit die Grundlage und Basis für eine bewusste, fortschrittliche und naturgesetzmässige Evolution.
Meditation ist die Brille des Kurz- oder Weitsichtigen, mit deren Hilfe er auf einmal alles zu sehen vermag, was ihm bis anhin verschwommen und undeutlich erschien. Er erkennt seine Umwelt plötzlich klarer und bereits von weitem; seine Sehschärfe erkennt die kleinsten Details, und kein Buch bleibt ihm mehr versagt, das er aufgrund einer Sehschwäche nicht lesen könnte. Meditation ist das Mikroskop, das überall dort, wo es im korrekten Abstand zum untersuchenden Objekt und zum betrachtenden Auge eingestellt wird, Unglaubliches und nie Gesehenes zu Tage fördern kann. Meditation ist für das Bewusstsein des Menschen das, was die Atmung für seinen Leib ist.

Was Meditation nicht ist

a) Eine reine Entspannungübung
Wenn gleichwohl vor bzw. während der Meditation sehr tiefe Entspannungszustände erreicht werden können, kann man Meditation nicht auf eine reine, körperliche Entspannungübung reduzieren.