über die Geschichte des Weihnachtsfestes und ihrer christlichen Umwertung
In seinem Weltreich strebte er eine Verschmelzung aller Völker an, folglich er eine einheitliche Währung für das ganze Reich einführte und damit eine wirtschaftliche Blütezeit einleitete. Sein früher Tod führte allerdings zu Machtkämpfen, aus denen schliesslich drei Reiche hervorgingen: Ägypten, Syrien und Makedonien mit Griechenland. Eine grosse Zahl von Griechen siedelte sich daraufhin in den eroberten Gebieten an, vor allem in den vielen neugegründeten Städten. So drangen im Zeitalter des Hellenismus griechisches Denken und griechische Kunst in Vorderasien und Nordafrika ein - Griechisch wurde zur Weltsprache.
Die um 510 v.Chr. gegründete römische Republik errang dagegen in wenig mehr als zwei Jahrhunderten, zunächst im Kampf mit ihren Nachbarn, die Herrschaft über fast ganz Mittelitalien. Im Streit um den Besitz Siziliens kam es im dritten Jahrhundert v.Chr. zum Zusammenstoss Roms, der grössten Landmacht, mit Karthago, der grossen See- und Handelsmacht. Erst mit dem Sieg in Spanien und Afrika war Roms Vormachtstellung im westlichen Mittelmeer endgültig gesichert. Im Laufe der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts vernichteten die Römer alle Nachfolgereiche Alexanders des Grossen, ausser Ägypten. Nach der endgültigen Zerstörung Karthagos und der Errichtung römischer Provinzen in Makedonien, Griechenland und Kleinasien beherrschte Rom fast den gesamten Mittelmeerraum. 51 v.Chr. erfolgte die Assimilierung Galliens, und 31 v.Chr. entkam auch Ägypten unter der Herrschaft Kleopatras nicht dem römischen Eroberungsvolk. Rom stiess im Laufe seiner gewaltigen Ausweitung somit auf unzählige Kulturen mit ihren eigenen, oft uralten Religionen, Riten und Kulten, die sich mit den römischen oft vermengten oder diese sogar völlig ersetzten. Rom wurde zum Schmelztiegel vieler einzelner, neu-alter Strömungen. Es mischte sich griechisches, römisches, persisches, etruskisches, latinisches, samnitisches, syrisches, ägyptisches, nabatäisches, germanisches, keltisches, gallisches, bretonisches und phrygisches sowie montanistisches Gedankengut, um nur einige wenige zu nennen.
Viele dieser neuen religiösen Strömungen boten gerade den einfachen Menschen, wie Kriegern und Sklaven, weitaus bessere Aussichten, nach ihrem Tod für ihr erduldetes, hartes Schicksal auf Erden entlohnt zu werden, als es der klassische Olympgedanke vermochte, denn eine Paradiesvorstellung, wie sie heute zahlreichen Religionen eigen ist, gab es damals nicht.